Für Mindestlohn in Euskirchen
Auch in Euskirchen zogen Aktive vor die örtliche Mc Donald's Niederlassung und protestierten gegen Lohndumping. Viele Passantinnen und Passanten zeigten sich aufgeschlossen für die Forderung nach einem Mindestlohn.
Ulla Lötzer in Köln-Mühlheim
Im Rahmen der NRW-weiten Aktionen für die Einführung eines Mindestlohns informierte Ulla Lötzer, Mitglied der Fraktion DIE LINKE., in Köln-Mühlheim Bürgerinnen und Bürger vor der Filiale eines amerikanischen Frikadellen-Braters über die parlamentarischen Initiativen ihrer Fraktion.
Mauer gegen Armutslöhne
Mit einer „Mauer gegen Armutslöhne“ protestierten Aktive am Wochenende vor Mc Donald’s in Bocholt. Im Rahmen der bundesweihten Kampagne setzten sie sich dafür ein, dass in Deutschland ein Mindestbruttostundenlohn von 8 Euro eingeführt und dieser schrittweise auf 9 Euro angehoben wird. Mc Donald’s sei ein klassisches Beispiel dafür, dass viele Menschen für einen viel zu geringen Lohn arbeiten müssten, unterstrich Rainer Sauer, einer der Initiatoren der Aktion in Bocholt. Beispiele wie die Niederlande und England zeigten, das die Wirtschaft auch mit Mindestlöhnen funktioniere. Im Kombilohn, der staatliche Unterstützung mit dem Einkommen kombiniert, sieht Sauer nur einen weiteren Anreiz für Firmen, ihr eigenes Entgelt weiter zu senken.
Mindestlohn bei US-Frikadellen-Brater gefordert
"Nicht für 'nen Appel und 'n Ei - Mindestlohn jetzt!" wird es am 10. Juni vor rund vierzig Mc Donald's Filialen in Nordrhein-Westfalen heißen. Im Rahmen der 8+-Kampagne für die Einführung eines gesetzlichh garantierten Mindestlohns werden am kommenden Samstag Aktive eine "Mauer gegen Armutslöhne" vor Niederlassungen des US-Frikadellen-Braters errichten. Der Konzern gilt als eines jener Unternehmen, das seinen bundesweit rund 50.000 Mitarbeitern vielfach Einkommen zumutet, die deutlich unter dem geforderten Mindeststundenlohn von 8 Euro liegen. Gemeinsam mit Wolfgang Zimmermann und Rainer Sauer stellte Ulla Lötzer, Mitglied der Fraktion DIE LINKE., heute im Düsseldorfer Landtag die bevorstehenden Initiativen der Kampagne vor.
"Schluss mit den Reformen gegen uns"
DIE LINKE. beteiligte sich an der Demonstration am 3. Juni 2006 in Berlin. Aktive demonstrierten für einen gesetzlichen Mindeststundenlohn von acht Euro brutto. Unter dem Motto "Schluss mit den Reformen gegen uns" trotzten rund 10.000 Teilnehmende vor dem Roten Rathaus den teilweise sintflutartigen Regenfällen. Unübersehbar: Der "Mindestlohn-Block" der Linken. "Viele Millionen Menschen müssen jeden Tag für weniger als acht Euro pro Stunde buckeln - bei jedem Wetter", erklärt Karin Binder, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. (Bildmitte), "ein gesetzlicher Mindestlohn muss deshalb her!"
Flach gelegt
In der Zeit von 15.00 bis 18.00 liegen Mitglieder des Dresdner Arbeitskreises für die Einführung eines gesetzlichen Dualen Mindestlohnes flach, Passanten auf der Prager Straße müssen über Menschenleiber steigen. Damit soll auf den freien Fall der Löhne und Gehälter in Deutschland und besonders Sachsen aufmerksam gemacht und für die Einführung eines Mindestlohnes geworben werden. Warum gerade liegend? Können wir mit Löhnen unter 7 € überhaupt noch Sprünge machen? Sind wir überhaupt noch in der Lage aufzustehen? Wurden wir nicht schon lange durch unsere Arbeitgeber „Flach gelegt“? Stehen wir endlich auf und kämpfen für einen gesetzlichen Mindestlohn! Er steht uns allen zu, fordert Jens König von der Dresdner 8-Euro-Initiative.
Niedriglöhne als Beschäftigungsmotor für Mittweida?
Im Jahr 2005 und 2006 schaltete die Sächsische Bauwollspinnerei GmbH Anzeigen in der Frankfurt Allgemeinen Zeitung (FAZ), in welchen fleißige und engagierte deutsche Mitarbeiter für 800 Euro/Monat brutto in Mittweida angeboten wurden. Nach nunmehr einem Jahr hat mit der Firma Konforma Heimtextil aus Langenhagen/Niedersachsen das erste Unternehmen auf die Anzeigen reagiert und mit einer Bezahlung von 5 Euro/Stunde seine Tätigkeit in Mittweida aufgenommen. Ob man von diesem Lohn sein Leben bestreiten kann und ob Niedriglöhne die Lösung für das Problem der hohen Arbeitslosigkeit in Mittweida sind, soll auf einer Podiumsdiskussion am 29. Mai 2006 , um 19.00 Uhr in der Gaststätte "Zur Alten Brauerei" in Mittweida mit kompetenten Gesprächsteilnehmern erörtert werden. Diskutanten: Michael Leutert (MdB Fraktion DIE LINKE.), Hellmut Krapohl (Geschäftsführer Konforma Heimtextil GmbH & Co. KG), Jürgen Fischer (Vorstandsvorsitzender Gewerbering Mittweida e.V.), Christian Meyer (TU-Chemnitz), Heidi Becherer (DGB-Chemnitz)
Deutschland: 0 Euro!
Im nordrhein-westfälischen Herne veranstalteten Aktive im Rahmen der 8+ Kampagne einen Informationsstand auf der Bahnhofstraße. Dabei wurde ein "Europäischer Damm gegen Armut trotz Arbeit" errichtet. Darauf waren die gültigen Mindestlöhne einiger Nachbarländer dargestellt. Während die meisten EU-Länder ihre berufstätigen Einwohner mit Mindestlöhnen vor Lohndumping schützen, steht in Deutschland eine "0". Die Informationen über die Notwendigkeit eines gesetzlichen, ausreichenden Mindestlohnes fanden durchweg positiven Zuspruch. Ebenso die Gesetzesinitiative der Fraktion DIE LINKE., die im Herbst in den Bundestag eingebracht wird. Trotz schlechten Wetters beteiligten sich die Hernerinnen und Herner rege an der Unterschriftensammlung für einen Mindestlohn. Die Aktionsreihe wird am 27. Mai in Wanne auf der Hauptstraße fortgesetzt.
Jetzt nicht nachlassen!
Aktive der 8+Kampagne haben sich am 1. Mai in Berlin an der DGB-Demo beteiligt und die Mindestlohn-Zeitung der Fraktion DIE LINKE. verteilt. Die Resonanz war prima. "Jetzt nicht nachlassen! Die Kampagne für einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens acht Euro ist klasse. Wir brauchen einen Mindestlohn gegen Lohn- und Sozialdumping, damit die Bosse nicht länger deutsche und ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegeneinander ausspielen können", sagt Ruben Lehnert.
„Nicht für ’nen Appel und ’n Ei – Mindestlohn jetzt!“
Mit dieser Parole haben Aktive in einer ungewöhnlichen Aktion mit Ostereiern ihrer Forderung nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns Nachdruck verliehen. Vor der Mc Donald’s Filiale in Borken wuren 1500 bunt bemalte Eier auf den Rasen gelegt, die die Forderung nach 1.500 Euro Mindestlohn symbolisierten. Gerade der US-Frikadellen-Brater gilt als eines jener Unternehmen, das seinen bundesweit rund 50.000 Mitarbeitern vielfach Einkommen beschert, die deutlich unter dem von der Fraktion DIE LINKE. geforderten Mindestlohn liegen. Während der dreistündigen Aktion wurden außerdem Plakate mit den Slogans „Wir lieben es... aber nicht die Hungerlöhne bei Mc Donald’s!“, „Für die Kunden einen Hamburger – Für die Beschäftigten einen gesetzlichen Mindestlohn aus Berlin!“ und „Schluss mit Armutslöhnen bei Mc Donald’s!“ entrollt. Von einem Mc Donald's Mitarbeiter gab's zu Beginn der Aktion heißen Kaffee.
Die fünf letzten News finden Sie auf der Seite "Die Kampagne für acht Euro Mindestlohn vor Ort"...