Die Mitglieder der Fraktion DIE LINKE. zeigen Flagge. Ob nun in der parlamentarischen Debatte oder in ihren Wahlkreisen. Sehen und hören Sie selbst in kurzen Videostatements, was die Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE. zu sagen haben.
Oskar Lafontaine: Gefahr des Lohndumpings ist gegeben
Oskar Lafontaine fragt, warum es in Deutschland nicht längst einen Mindestlohn gibt, wie ihn viele Staaten Europas bereits haben. Die Einführung eines Mindestlohns sieht er in der Bundesrepublik sogar als notwendiger an as in anderen europäischen Ländern. Der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. verweist: "Wir haben eine direkte Grenze zu Osteuropa. Da ist die Gefahr des Lohndumpings gegeben." Video abspielen
Petra Pau: Höherer Konsum schafft Arbeitsplätze
Petra Pau sieht im Mindestlohn einen Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit, da mit ihm eine Grenze nach unten gezogen werden würde. Sie sagt: "Von Arbeit muss man leben können." Gleichzeitig weist die Bundestagsvizepräsidentin auf den wirtschaftspolitischen Aspekt hin und sagt eine Stärkung der Binnennachfrage voraus. Durch höheren Konsum würden auch Arbeitsplätze geschaffen. Video abspielen
Werner Dreibus: Gesetz muss in diesem Jahr kommen
Werner Dreibus drängt, dass wir in Deutschland nun endlich zu einer Mindestlohnregelung kommen. Er empfindet es als unerträglich, dass Menschen für 3, 4, 5 Euro die Stunde arbeiten. Dreibus: "Davon kann man nicht existieren." Der Bundestagsabgeordnete kündigte an, DIE LINKE. werde mit ihrer Initiative jetzt so viel Druck machen, dass es innerhalb dieses Jahres endlich zu einer gesetzlichen Regelung kommt. Er fordert: "Mindestens 8 Euro in der Stunde muss man verdienen …" Video abspielen
Karin Binder: Zukunftssicherung für Frauen
Karin Binder ruft dazu auf, dass Frauen im Sinne von Geschlechtergerechtigkeit endlich in eine Situation kommen, in der sie von ihrem Einkommen auch leben können. Sie schildert die besondere Situation von Frauen, wonach nur rund ein Drittel aller Erwerbstätigen in Vollzeittätigkeit Frauen sind, aber fast zwei Drittel derjenigen, die im Niedriglohnsektor arbeiten. Sie hebt hervor: „Gerade Frauen, die in den Minijobs arbeiten, haben in der Regel keine tarifliche Absicherung, arbeiten also in der Regel weit, weit unter dem, was wir als Forderung aufstellen.“ Video abspielen
Gesine Lötzsch: Mindestlohn besonders wichtig im Osten
Gesine Lötzsch sagt: "Minijobs gibt es viele. Aber es gibt keine Minimieten und es ist nicht zu verstehen, dass Menschen in diesem Land viele Stunden arbeiten, ohne selbst ihr Leben in Würde finanzieren zu können. Mindestlöhne sind besonders wichtig im Osten. Die Mehrzahl der Menschen arbeitet ohne Tarife." Auf ihrem Wahlplakat stand: Von Arbeit muss man leben können. Gesine Lötzsch erinnert daran, dass gerade Frauen in niedrig bezahlten Tätigkeiten arbeiten und von dem Mindestlohn, den DIE LINKE. fordert, weit entfernt sind. Video abspielen
Gregor Gysi: Die Würde der Menschen wird verletzt
Gregor Gysi, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. spricht von Lohndumping in ganz Europa. Er fordert den Gesetzgeber auf, aktiv zu werden. Er betont: "Die Würde des Menschen wird verletzt, wenn ein Lohn unter einem bestimmten Betrag pro Stunde bezahlt wird." Ein Mindestlohn sichere dem Staat auch Steuereinnahmen und Einnahmen in soziale Kassen. Also hätten viele Seiten etwas davon. Zudem müsse der Gesetzgeber dafür sorgen, "dass auch Unternehmen aus anderen Ländern diese Mindeststandards bei uns erfüllen." Gysi nennt den Verdienst von Friseusen und Sicherheitsdienstmitarbeitern und ermahnt: "Keiner im Bundestag würde dafür arbeiten, also soll er es auch nicht von anderen verlangen." Video abspielen
Ulrich Maurer: Wer im reichen Süden arm ist, dem geht's besonders dreckig
Ulrich Maurer sagt: "Ich komme ja aus dem Süden der Republik. Und das ist ein Land, in dem es wirtschaftlich noch ordentlich läuft. Aber wer dort arm ist, dem geht es besonders dreckig. Der zahlt das Preisniveau einer reichen Region." Dort von Hartz IV und miesen Löhnen leben zu müssen, ist noch viel schwieriger als in anderen Teilen. Er spricht von Lohndrückerei, Dumping und Sklavenarbeit, die sich auch massiv auf die auswirken, die noch gute Arbeit haben und verhältnismäßig zufrieden stellende Löhne. "Die haben die Angst im Nacken. Und der Verweis auf das, was ihnen drohen könnte, das zwingt sie zum Nachgeben, zum Stillhalten. Und deswegen: Je höher das Mindestlohnniveau, desto besser die Lebensbedingungen für alle, die abhängig beschäftigt sind", folgert der Baden-Württemberger. Video abspielen
Jan Korte: Mindestlohn führt zu demokratischem Engagement in der Zivilgesellschaft
Für Jan Korte ist Mindestlohn auch eine Voraussetzung, "dass Menschen an dem kulturellen Reichtum in diesem Land teilhaben können". Sei es, um in den Biergarten, ins Theater, ins Kino oder mit der Familie in den Zoo gehen zu können. Gleichzeitig fördere ein Mindestlohn auch die Demokratisierung der Gesellschaft. Darin sieht er einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Man müsse von Arbeit würdig leben können. Dies sei Grundlage dafür, dass sich Menschen demokratisch engagieren können, "dass sie nämlich nicht jeden Tag mehrere prekäre Jobs haben müssen, sondern dass sie ein festes Einkommen haben von 8 Euro die Stunde und dadurch auch Zeit haben, sich demokratisch in der Zivilgesellschaft zu engagieren." Video abspielen
Dagmar Enkelmann Video abspielen
Klaus Ernst Video abspielen
Diana Golze Video abspielen
Hans-Kurt Hill Video abspielen
Barbara Höll Video abspielen
Monika Knoche Video abspielen
Elke Reinke Video abspielen
Axel Troost Video abspielen
Sabine Zimmermann Video abspielen